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Ich habe die Messung in Betrieb genommen. Obwohl der Prozess nicht läuft, wird mir ein Differenzdruck angezeigt. Warum?

Der Differenzdruckmessumformer misst den Differenzdruck über zwei mit dem Wirkdruckgeber verbundene Kammern. Dort drückt das Medium jeweils gegen eine Membran, welche wiederum die im Inneren befindliche Flüssigkeit gegen den eigentlichen Sensor drückt.

Die Messung ist aufgrund der Flüssigkeit im Inneren des Messumformers von dessen Lage abhängig.

Jeder Differenzdruckmessumformer bietet daher die Möglichkeit, einen sog. Nullpunktabgleich (bzw. Lageausgleich) durchzuführen. Ohne den Nullpunktabgleich wird der Messumformer ein abweichendes Ergebnis liefern.

Damit ein Nullpunktabgleich erfolgen kann, muss zunächst die Nullpunktbedingung hergestellt werden: An beiden Kammern des Messumformers muss der gleiche Druck herrschen.

Um diese Bedingung auch bei laufendem Prozess herzustellen, befindet sich vor dem Messumformer i.d.R. ein spezielles Absperrorgan, welches den Messumformer vom Prozess trennt und anschließend beide Kammern verbindet. Zum Einsatz kommen dafür zumeist Mehrfachventilblöcke oder Umschalthähne.

Der Prozess des Nullpunktabgleichs wird in der jeweiligen Anleitung zum Messumformer beschrieben.

Achtung:
Die nachfolgende allemeine Beschreibung des Vorgehens beim Nullpunktabgleich darf nur zusammen mit der Bedienungsanleitung des Differenzdruckmessumformers in der jeweils gültigen Revision verwendet werden. Insbesondere müssen die Sicherheitshinweise beachtet werden!

  • Am 3-Wege-Ventilblock die äußeren Ventile schließen und das mittlere Ventil öffnen. An einem 5-Wege-Ventilblock müssen sowohl die äußeren beiden Ventile als auch das zweite und vierte Ventil verschlossen werden. Das mittlere Ventil muss geöffnet sein. An einem Umschalthahn die 0-Punkt-Kontrollstellung auswählen
  • Nun den Nullpunktabgleich gemäß Anleitung des Messumformers durchführen
  • Nach erfolgreichem Einstellen des Nullpunktes muss am 3-Wege-Ventilblock das mittlere Ventil geschlossen und die äußeren müssen geöffnet werden! Am 5-Wege-Ventilblock müssen die äußeren und das mittlere Ventil geschlossen und das zweite und vierte Ventil geöffnet werden!
    An einem Umschalthahn die Messbetrieb-Stellung wählen

An einem Ventilblock sollte das mittlere Ventil gemäß obiger Beschreibung nur dann geöffnet werden, wenn die Ventile zum Prozess geschlossen sind. Nur so ist gewährleistet, dass das Prozessmedium nicht durch den Ventilblock strömt und diesen z.B. über seine maximal zulässige Temperatur hinaus erwärmt. Bei Dampfanwendungen würde z.B. auch ein Teil der Kondensatvorlage auf der Minus-Seite in den Prozess gedrückt werden und die Messung wäre anschließend so lange verfälscht, bis sich das Kondensat neu gebildet hat.

 

 

Zuletzt aktualisiert am 2020-06-25 von Frank Schaub.

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